Merkmale der Sozialdokumentarischen Fotografie

Die vornehmlich im 20. Jahrhundert unter dem Begriff Sozialdokumentarismus (auch 'Sozialfotografie') zusammengefasste fotografische Tradition widmet sich regelmäßig 'gesellschaftlichen Gruppen', die sozio-ökonomische wie kulturelle Gemeinsamkeiten besitzen. 'Anlässe' sind regelmäßig als beschämend, benachteiligend, ungerecht oder schädigend empfundene Lebens- und/oder Arbeitsbedingungen sowie Armut. Die Beispiele sind vielfältig: Kinderarbeit, Kindesvernachlässigung, Obdachlosigkeit, Armut von gesellschaftlichen Schichten, von Kindern und Alten, Arbeitsbedingungen in brasilianischen Goldbergwerken, Wohnen in Trabantenstädten, verarmende Landwirte, gefährliche industrielle Arbeitsbedingungen usw.

Die 'Intentionen' der fotografischen Autoren bewegen sich zwischen emphatischer Dokumentation und konkreter Anklage gesellschaftlicher Ungleichheit.

Sozialdokumentarische Fotografie ist bis heute überwiegend 'schwarz-weiß'. Das hat vielfach ästhetische Gründe, andererseits erscheinen die farblich eher eindimensionalen Aufnahmen vielen Autoren wie Betrachtern direkter und eindrücklicher.

Die so entstandenen Fotografien verstehen sich immer als eine 'Werkgruppe', die für die 'Veröffentlichung' bestimmt ist. Sie bedürfen des erläuternden Textes, zumindest aber eines Titels, der das Anliegen bzw. das Thema benennt.

 

Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Sozialdokumentarische_Fotografie // Lizenz: Creative Commons BY SA

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