Arbeiterfotografie in der Bundesrepublik Deutschland

In der Folge der 1968er-Bewegung wuchs ein neues Bewusstsein für die Traditionen und Errungenschaften der Arbeiterbewegung. Parallel wurde die Deutsche Kommunistische Partei (DKP) 1968 gegründet, die sich ausdrücklich auf die Tradition der Arbeiterbewegung berief. In diesem Zusammenhang kam es ab 1972 zur Gründung von Arbeiter-Fotografie-Gruppen, 1972 in Hamburg, 1973 in Köln und so weiter. Es entstand eine Vielzahl von lokalen Gruppen, die unter anderem der DKP und ihrer Zeitung „Unsere Zeit“ (UZ) verbunden waren. Diese Gruppen arbeiteten im Wesentlichen projekt-orientiert zu lokalen gesellschaftlichen Problemen, zu Arbeitskämpfen, Arbeits- und Lebensbedingungen, begleiteten fotografisch die Aktivitäten von Bürgerinitiativen und organisierten Ausstellungen (unter anderem regelmäßig auf den Pressefesten der UZ). Die Kunstzeitschrift "tendenzen" des Münchner Kunstwissenschaftlers und Galeristen Richard Hiepe berichtete regelmäßig über die Entwicklung der Arbeiterfotografie in der BRD. Seit 1973 erscheint die Zeitschrift Arbeiterfotografie. Heute (2005) existieren in Deutschland immer noch mehrere dieser Gruppen politisch engagierter Fotografen.

 

Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Arbeiterfotografie // Lizenz: Creative Commons BY SA

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